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Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur

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Titelbild: Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur © iStock.com/xefstock

© iStock.com/xefstock

International marktfähige Produkte und Dienstleistungen werden zunehmend komplexer und anspruchsvoller. Wenn eine Region langfristig erfolgreich sein möchte, sind die Voraussetzungen für den Wissensaustausch und für Kooperationen von Unternehmen untereinander sowie zu Hochschulen, Forschungs- und Kultureinrichtungen von besonderer Bedeutung. Vielfältige Unterstützung bieten hierbei Cluster- und Netzwerkinitiativen.

Hohe Innovationsgeschwindigkeiten, kürzere Produktlebenszyklen und wachsende weltweite Konkurrenz sind Auslöser für die Notwendigkeit, permanent neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Der Markt verlangt zunehmend Systemlösungen, die nur durch Kooperation verschiedener Disziplinen erbracht werden können. Ein Unternehmen kann heute kaum noch alleine wettbewerbsfähige Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln. Um diesen Anforderungen zu begegnen, schließen sich Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute zu Forschungs- und Entwicklungskooperationen zusammen. Zumeist geschieht dies in sogenannten Wissensgemeinschaften mit Netzwerkpartnern aus aller Welt. Können solche Netzwerke aus den Kompetenzen einer Region gespeist werden, wird dies von den Akteuren positiv bewertet. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von der räumlichen Nähe zu Partnern, da beispielsweise die Transaktionskosten geringer sind.

Generell spielt für Unternehmen die räumliche Nähe zu Hochschulen eine wichtige Rolle, um ihren Fachkräftebedarf zu decken und gemeinsam an neuen Produkten zu arbeiten. Den regionalen Akteuren kommen bei der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur jeweils unterschiedliche Aufgaben zu: regionale Wirtschaftsförderungen bieten Gewerbeflächen an und stellen Kontakte zu Kreditgebern her, Netzwerkinitiativen bringen potenzielle Kooperationspartner zusammen.

Indikatoren

Drittmittel – Hochschulen der Wissensregion werben 365 Millionen Euro ein: Drittmittel bilden für Hochschulen eine wichtige Grundlage, insbesondere für die Forschung an praxisrelevanten Fragestellungen. Die Höhe der Drittmittel dient als Indikator für die Stärke der Vernetzung zwischen Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Wissenschaft.

Stiftungslehrstühle Anzahl deutlich überdurchschnittlich in der Wissensregion: Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen können über die Finanzierung von Stiftungslehrstühlen die Hochschulen unterstützen, wünschenswerte Themen bearbeiten zu lassen, die aus den Regelhaushalten nicht bestritten werden könnten. Eine hohe Anzahl an Stiftungslehrstühlen ist damit ein Indiz für eine enge Beziehung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und für ein hohes bürgerschaftliches Engagement.

Internationale Messen Internationale Automobil-Ausstellung mit fast einer Millionen Besuchern: Messen dienen als Orte des Wissens- und Informationsaustausches. Die Messeaussteller nutzen branchenspezifische Messen, um neue innovative Produkte zu präsentieren und Branchentrends in Fachforen zu diskutieren. Erfasst wurden alle internationalen Messen nach dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. (AUMA). Weitere regionale Messen werden hier nicht aufgeführt.

Duale Studiengänge Anzahl steigt: Duale Studiengänge sind eine Form der gezielten praxisnahen Berufsausbildung. Sie kombinieren Studium und Beruf, wodurch Unternehmen spezialisierte und eingearbeitete Fachkräfte erhalten. Dieser Indikator liefert einen Hinweis auf die Intensität der Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen.

Transferstellen an Hochschulen 22 Angebote für die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft: Die Transferstellen der Hochschulen dienen als Ansprechpartner, wenn es um Kooperationen mit der Wirtschaft, Erfindungen oder Patente geht. Sie bilden damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Cluster- und Netzwerkinitiativen alle regionalspezifischen Branchen der Wissensregion werden vernetzt: In Zeiten eines immer schnelleren technologischen Wandels können Cluster- und Netzwerkinitiativen, die unter anderem als Kommunikationsforen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fungieren, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheidend verbessern. Ihr Vorteil liegt vor allem im besseren Informationsaustausch und dem Knüpfen von Geschäftskontakten.

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Titelseite: Wissensatlas 2012

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Fax: +49 69 2577-1571
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